Gymnasium Rheindahlen erhält Urkunde als mitarbeitende UNESCO-Projektschule

Ganz geradlinig verlief der Weg des Gymnasiums Rheindahlen zur Anerkennung als mitarbeitende UNESCO-Projektschule nicht, wie Schulleiterin Christina Piepers in ihrer Begrüßung ausführte. Dass nach dem ersten Fehlstart ein neuer Versuch unternommen worden ist, sei der großen Bedeutung des UNESCO-Gedankens für Schülerinnen und Schüler geschuldet, die an der Schule lernen, ihr Leben in Frieden miteinander und nachhaltig zu gestalten.

Was das konkret bedeutet, wurde dem Publikum nicht zuletzt durch das Programm eindrucksvoll demonstriert. Dass der sportliche Schwerpunkt des Gymnasiums Rheindahlen als NRW-Sportschule einiges mit dem UNESCO-Gedanken zu tun hat, erfuhren die Zuschauer durch die eindrucksvolle Judovorführung von vier Schülerinnen und Schülern unter der Leitung von Athletiktrainer und Judoka Björn Eckert. Zudem berichtete die SV von ihrem vielfältigen Engagement nicht nur für die Partnerschule in Offinso (Ghana) und Schülerinnen und Schüler der 9a stellten, gerade erst von einer Putzaktion zurückgekehrt, ihre Patenschaft für die Rheindahlener Stolpersteine vor. Oberbürgermeister Felix Heinrichs erinnerte in seiner Rede an den Beitrag der UNESCO zu einem Leben in Frieden und Wohlstand aller Anwesenden und dankte der Schulgemeinde dafür, dass sie Flagge zeigt gegen Abgrenzung und für Nachhaltigkeit. Landeskoordinator Karl Hußmann richtete sich dann noch einmal konkret an die anwesenden Schülerinnen und Schüler und rief sie dazu auf, im Sinne des UNESCO-Gedankens auch einmal unbequem zu sein.

Ein Celloquartett, bestehend aus Schülerinnen und ihren Cellolehrerinnen, sorgte durch spritzige Melodien für die musikalische Untermalung der Veranstaltung. Nach der Überreichung der Urkunde lud Schulleiterin Piepers dann noch zu einem Rundgang durch die Schule und einem Besuch in den Klassen ein, die während der beiden Projekttage vor den Herbstferien an Themen zu 1700 Jahre jüdischem Leben in Deutschland und den Nachhaltigkeitszielen der UNESCO gearbeitet haben.