03.05.2010

Der Floh im Ohr

Aufführung des Literaturkurses der Jahrgangsstufe 12


Der Literaturkurs der Jahrgangsstufe 12 des Gymnasiums Rheindahlen probt zur Zeit fast täglich für die Aufführung des Stückes „Der Floh im Ohr" von Georges Feydeau am Montag, den 17. Mai 2010 und Mittwoch, den 19. Mai 2010 jeweils um 19.00 Uhr im Pädagogischen Zentrum des Gymnasiums Rheindahlen.

Unter der Leitung von Karola Uher erarbeiteten die 14 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Literaturkurses der Stufe 12 zunächst allgemeine schauspielerische Fertigkeiten. Anschließend wurden verschiedene Stücke in Auszügen gelesen, um dann in einer Abstimmung über das Stück zu entscheiden, was aufgeführt werden sollte. Erfolgreich hierbei war Feydous Komödie (Inhalt siehe Anhang), die den Teilnehmern auch deshalb gefiel, weil sie viele interessante Verwicklungen enthält und auch ausreichend Frauenrollen bereithält.

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Jede Rolle wurde zunächst doppelt besetzt, wobei sich der Kurs dann nach den ersten Proben für die am besten geeignete Besetzung entschied. Ähnlich verläuft auch die Probenarbeit, es handelt sich also weniger um ein von der Leiterin inszeniertes Stück als ein in unzähligen Proben gemeinsam erarbeitetes Konzept.

Gleichwertig neben den Schülerinnen und Schülern auf der Bühne stehen die Requisiteure und Souffleusen, auch die Werbung hat die Gruppe gemeinsam erarbeitetet.

 

Die Karten für diesen unterhaltsamen Theaterabend sind bei allen Teilnehmern sowie im Sekretariat erhältlich und kosten 2,00 Euro für Schüler/innen bzw. 4,00 Euro für Erwachsene.

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Zum Inhalt des Stückes:

Es entspricht wohl der Natur des Menschen, dass er einem dauerhaften Glückszustand in seinem Leben nur allzu schnell misstraut. So ergeht es auch Madame Chandebise, die in Paris zur Zeit der Belle Époque lebt. Sie führt ein angenehm sorgloses Leben an der Seite ihres erfolgreichen und sie liebenden Ehemannes und könnte mehr als zufrieden sein, würden sich da nicht bohrende Zweifel an der Treue ihres Gatten einschleichen.

Verliert seine Liebe ihr gegenüber in letzter Zeit nicht an Feurigkeit? Und gibt es nicht amouröse Abenteuer, die dafür verantwortlich sind? Als ausgerechnet Hosenträger ihres Mannes aus einem eher anrüchigen Etablissement nachgesandt werden, entsteht der Floh in ihrem Ohr: Monsieur Chandebise ist ihr sicherlich untreu!

Schnell wird mit der Hilfe einer alten Freundin ein Plan entwickelt, um den armen Kerl zu prüfen. Die Freundin schreibt ihm einen Liebesbrief und bestellt Monsieur in das eben erwähnte Etablissement. Bei dem Treffen mit ihr soll er dann auf frischer Tat überführt werden. Was niemand wissen kann, ist, dass nun eine Lawine losgetreten wird. Schauplatz des sich entwickelnden Durcheinanders ist das „Hotel zur zärtlichen Miezekatze".

Der wirklich treue Ehemann schickt einen anderen zum Rendezvous, der aber nicht nur Madame Chandebise und deren Freundin trifft, sondern auch Bekanntschaft macht mit dem eifersüchtigen, südländischen Ehemann der Freundin und einem Doppelgänger von Monsieur Chandebise. Irgendwie finden sich plötzlich alle Bewohner des Hauses Chandebise hier ein.

Turbulent entwickelt sich eine Verwechslungskomödie, die der Zuschauer schadenfroh verfolgen wird, weil einmal das Leben ihn nicht selbst bestraft.