Schulprogramm
1. Äußere Situation, Zielsetzungen und pädagogische Konzepte
Das Gymnasium Rheindahlen ist ein dreizügiges Gymnasium mit etwa 650 Schülern. Es liegt im Stadtteil Rheindahlen, der die Ortsteile Rheindahlen (Stadt und Land), Hehn und Holt umfasst.
Das Schulzentrum, in dem auch die Kath. Hauptschule (mit Ganztagsangebot) untergebracht ist, liegt in ruhiger Stadtrandlage und ist vom Umland und Zentrum aus mit Fahrrad oder Bus gut erreichbar.
Schulgelände und Schulgebäude sind eine offene Anlage. Zum Schulgebäude gehören neben den Klassenräumen großzügige Fachräume für naturwissenschaftliche und musisch-künstlerische Fächer, ein Sprachlabor und drei vernetzte Computerräume mit Internetzugang, eine Cafeteria und ein großes pädagogisches Zentrum, das für schulische Feiern und auch für Veranstaltungen örtlicher Vereine genutzt wird. Zum Schulgelände gehören eine Stadtteilbibliothek mit Schülerarbeitsplätzen, eine Dreifachturnhalle und ein Hallenschwimmbad, Außensportanlagen und es besteht die Möglichkeit der Nutzung der Bezirkssportanlagen.
Das Gymnasium Rheindahlen besuchen Schülerinnen und Schüler des Stadtbezirkes Rheindahlen mit vier Grundschulen (GGS Rheindahlen, KGS Will-Sommer-Schule, KGS Günhoven, KGS Broich) und der Ortsteile Hehn (KGS Hehn) und Holt (KGS Holt). Darüber hinaus kommen einige Schülerinnen und Schüler auch aus dem Rheydter Westen (GGS Hockstein und GGS Hermann-Gmeiner-Schule) und dem Stadtteil Wickrath (GGS Wickrath und GGS Beckrath).
Von Entwicklung und Lage her bietet das Gymnasium Rheindahlen ein solides und niveauvolles Angebot sowohl im mathematisch-naturwissenschaftlichen als auch im fremdsprachlichen und musisch-künstlerischen Bereich. Die Schule möchte ebenso leistungsstarke Schüler fordern wie schwächere Schüler unterstützen. Sie erwartet von ihren Schülern eine entsprechende Leistungsbereitschaft.
Unterricht, Erziehung und Bildung sind wesentliche Grundpfeiler unseres Schulprogramms.
- Deshalb gehören eine gute und enge Zusammenarbeit mit Eltern und Schülern (in den Mitwirkungsgremien und darüber hinaus) zu den Kennzeichen unserer Schule.
- Deshalb gehören ein vielfältiges Angebot an Arbeitsgemeinschaften, die Öffnung der Schule zur Arbeits- und Berufswelt und intensive Kontakte zu ausländischen Partnerschulen (z.B."International Education") zu unseren gut angenommenen Angeboten.
- Deshalb unterstützen wir Schüler durch projektorientiertes Lernen und Projekte wie „Jugend forscht" und „Lernen lernen" (Methodentraining).
- Deshalb spielt neben dem Unterricht die Schule als Begegnungsraum eine zentrale Rolle.
Dafür seien beispielhaft genannt: Thematisch geprägte Schulfeste, Wohltätigkeitswanderungen, Schulgottesdienste, Ehemaligentreffen, Theateraufführungen, Konzerte, Kunstausstellungen und „Gesundes Frühstück".
Folgende Zielsetzungen können unser Leitbild und unsere Grundorientierung verdeutlichen.
1.1 Schulleitbild des Gymnasiums Rheindahlen
Das Gymnasium Rheindahlen vermittelt eine niveauvolle gymnasiale Bildung, die unseren Schülern gute Chancen in Studium und Beruf eröffnen soll.
Wir bieten eine qualifizierte Ausbildung, in der Leistung gefordert und gefördert wird.
In der Begegnung mit dem kulturellen Erbe Europas, dem Erleben der heutigen Welt und der kritischen Reflexion unserer Zukunft sollen unsere Schüler selbstständig ein eigenes Wertesystem entwickeln.
Die Bildung und Entfaltung einer eigenen Persönlichkeit wird im Rahmen unserer sozialen Gemeinschaft gefördert.
Unsere Schüler sollen sich als konstruktive Mitglieder unserer demokratischen europäischen Gesellschaft begreifen.
Wir pflegen und fördern einen toleranten, respektvollen und vertrauensvollen Umgang miteinander.
Unsere Schule ist ein gemeinsamer Lebensraum, in dem wir uns wohl fühlen können und mit dem wir uns identifizieren.
1.2 Pädagogische Grundorientierung und Erziehungsauftrag
Wir wollen
- die ganzheitliche Entwicklung junger Menschen unterstützen
- ein freundliches und friedliches Arbeitsklima schaffen
- internationale Begegnungen durchführen und ausbauen
- den Umgang mit modernen Medien einüben und Medien- und Methodenkompetenzen entwickeln
- Gesundheits- und Umweltbewusstsein entwickeln und fördern
- unsere Schule als Lernort und sozialen Begegnungsraum verstehen und erleben
- die sprachlichen, wissenschaftlichen, musischen und sportlichen Fähigkeiten unserer Schüler fördern
- über den Unterricht hinausgehende Angebote zur Förderung besonderer Fähigkeiten bereitstellen
- Schüler und Eltern in Erziehung, Bildung und Berufswahl beraten
- als ortsbezogene Schule mit den Kirchen, Vereinen, Verbänden und Unternehmen der nahen Umgebung Kontakte pflegen und intensivieren
- christliche Werte unter Wahrung von Weltoffenheit und Toleranz vermitteln und das soziale Engagement unserer Schüler fördern
- eine enge Zusammenarbeit zwischen Lehrern, Eltern und Schüler praktizieren
1.3 Bericht über Entwicklungsarbeit
Seit dem Schulprogramm 2000 ist in Lehrerkonferenzen, in der Schulpflegschaft und in der Schulkonferenz regelmäßig über verschiedene Aspekte des Schulprogramms und seine Entwicklung beraten worden.
In der Lehrerkonferenz wurde eine Arbeitsgruppe aus Schulleitung und fünf weiteren Lehrkräften gebildet, die die Struktur des Schulprogramms 2005 entwickeln sollte.
Eine Arbeitsgruppe aus Vertretern der Eltern hat ihre Ideen über einen Marketingkreis und die Schulpflegschaft in die Schulkonferenz eingebracht.
Die Schüler waren ebenfalls über die Marketinggruppe und in den Beratungen der Schulkonferenz in die Arbeit eingebunden.
Seit 2001 besteht am Gymnasium Rheindahlen ein sogenannter Marketingausschuss, eine lose Gruppierung aus Lehrern, Schülern und Eltern, die sich etwa alle 1 bis 2 Monate trifft, um sowohl konkrete Aktionen des Gymnasiums vorzubereiten wie auch Grundsätze eines Marketingkonzeptes zu entwickeln, das ohne ein zugrunde liegendes Schulprogramm nicht sinnvoll ist.
Hilfreich für die Schule waren besonders die „externe" Betrachtung der Schulziele und der Schulwirklichkeit und die Hilfe, die durch die Professoren der Hochschule Niederrhein, Prof. Dr. Ingo Bieberstein und Prof. Dr. Harald Vergossen, geleistet wurde.
Im Jahre 2001 wurde von Studenten unter Leitung von Prof. Bieberstein eine Befragung unter Eltern und Schülern der 4. Grundschulklassen und von 5. und 6. Klassen unseres Gymnasiums durchgeführt mit dem Ziel, Stärken und Schwächen unseres Gymnasiums im Erscheinungsbild der betroffenen „Schulöffentlichkeit" festzustellen.
Im Sommersemester 2005 wurde im Fachbereich Wirtschaft der Hochschule Niederrhein eine Diplomarbeit mit dem Titel „Entwicklung eines Marketingkonzeptes für ein Gymnasium, dargestellt am Beispiel des Gymnasiums Rheindahlen" vorgelegt. Die Verfasserin hat wiederholt Gespräche mit Schulleitung, Lehrervertretern und Eltern geführt, um die Schulwirklichkeit und -programmatik kennenzulernen, und an Sitzungen des Marketingkreises teilgenommen. Sie hat in ihrer Arbeit auch den Stand der Schulprogrammarbeit vom Sommer 2005 berücksichtigt. Es wird Aufgabe des Marketingausschusses, der Schulgremien und der Schulleitung sein, sich mit den Vorschlägen dieser Arbeit auch unter dem Aspekt der Schulprogrammarbeit weiter zu befassen und auseinander zusetzen.
Über diese „schulinternen" Aspekte hinaus wird das Schulprogramm verstärkt durch Vorgaben und Handreichungen der Schulaufsicht zur Qualitätsentwicklung von Unterricht und zur Evaluation von Unterrichts- und Erziehungsarbeit (z.B. die Verfügung der Bezirksregierung vom 16.9.05 oder der Runderlass des MSW vom 16.9.05) beeinflusst. Die entsprechenden Maßnahmen und Konsequenzen sind allerdings noch nicht in vollem Umfang absehbar. So werden z.B. Ergebnisse von Lernstandserhebungen erst nach mehreren Jahren eindeutige Tendenzen erkennbar machen und zu langfristigen Konsequenzen führen können.
Die Schulkonferenz hat in den vergangenen Jahren immer wieder über die einzelnen Aspekte des Schulprogramms, die sich aus den Anregungen der anderen Mitwirkungsorgane und der verschiedenen Gremien sowie den Verfügungen und Erlassen der Schulaufsicht ergaben, beraten und gegebenenfalls Beschlüsse gefasst.
