Partnerschule des Leistungssports
Verbundsystem Schule und Leistungssport
Das Verbundsystem Schule und Leistungssport ist das zentrale Instrument der Leistungssportförderung im Nachwuchsbereich. Es hat das Ziel, die schulische und sportliche Ausbildung jugendlicher Nachwuchstalente so zu koordinieren, dass neben dem Hinführen zur sportlichen Höchstleistung gleichzeitig das Erreichen der angestrebten Schul- und Berufsabschlüsse sicher gestellt wird. So wird einerseits der Leistungssport das Leben der Jugendlichen nicht nachteilig beeinflussen und andererseits die Dropoutquote begabter Sportlerinnen und Sportler gesenkt, die aufgeben, weil sie der Doppelbelastung nicht standhalten können.
Das Verbundsystem besteht aus drei Säulen:
- Die sportliche Förderung und die begleitende soziale Betreuung der jugendlichen Leistungssportlerinnen und Leistungssportler erfolgen in der Zuständigkeit der Sportfachverbände/Sportvereine am Leistungsstützpunkt (Bundes- und Landesleistungsstützpunkt, Olympiastützpunkt).
- Die schulische Ausbildung der jugendlichen Sporttalente wird durch weiterführende Schulen (Gymnasien, Gesamtschulen, Realschulen, Hauptschulen u. a.) sichergestellt, die mit den Verantwortlichen des Leistungsstützpunktes eng zusammen arbeiten. Diese Schulen mit einer Profilierung im Sport nehmen verschiedene, den Pflichtunterricht ergänzende, schulische Betreuungsmaßnahmen (Beratung, Freistellung, Hilfe bei Hausaufgaben, Stütz- und Förderunterricht u. a.) wahr. In Nordrhein-Westfalen gibt es die „NRW-Sportschulen" und die Kooperationsprojekte „Partnerschule des Leistungssports", „Sportbetonte Schule" und „Eliteschule des Sports".
- Das Bindeglied zwischen diesen beiden Säulen ist in der Regel das Sportinternat (Vollinternat und/oder Teilinternat), in dem meist individuell ausgerichtete soziale und pädagogische Unterstützungsmaßnahmen gebündelt werden (Hausaufgabenbetreuung, Stütz-/Förderunterricht, Freizeitgestaltung, Wohnen, Verpflegung).
